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  #1  
Alt 19.12.2010, 11:01
insomniac
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Standard Leserunde "Der Tuchhändler" - 2. Teil (Kapitel 3 & 4)

Wenn ich das richtig verstanden habe sollte für die Diskussion jeden Teils ein neuer Thread eröffnet werden... somit hier nun für die 2. Woche der Leserunde.
  #2  
Alt 19.12.2010, 11:11
insomniac
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Ich starte dann auch direkt mal mit meinem Eindruck - eine Inhaltsangabe werde ich nicht geben, da wir eigentlich alle die Kapitel gelesen haben...

In diesem Part starten endlich die Ermittlungen, jedoch immernoch sehr schleppend und nur am Rande. Man hat das Gefühl, das Peter Bernward mehr damit beschäftigt ist durch die Straßen zu reiten als Leute zu befragen. Kommt sicher auch dadurch, dass der Aufbau der Landshuter Straßen bis ins Detail erklärt wird, den Vernehmungen jedoch nur ein paar Seiten gewidmet werden.

Gut finde ich den Teil mit dem "unbewohnten Haus" der noch ein wenig Spannung und Rätselraten in die Geschichte bringt. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass die Frau, die er vor dem Haus getroffen hat, besagte Polnische Gräfin ist, die eigentlich auf seinem Privatfriedhof hinter dem Haus begraben liegen soll...

Es fragt sich auch, wer die Leiche ist, die aus dem Wasser gezogen wurde. Ich gehe stark davon aus, dass auch diese irgendwie im Zusammenhang mit der eigentlichen Geschichte steht... lassen wir uns überraschen.

Ich persönlich fand das Ende des 4. Kapitels sehr ermüdend. Was aber sehr gut daran liegen kann, dass ich den politischen Wirrungen nur sehr halbherzig meine Aufmerksamkeit geschenkt habe. Es ist einfach kein Thema was mich sonderlich interessiert.

Fazit 2. Runde: Das Buch ist sehr gut zu lesen und man möchte wissen, wie es weitergeht, jedoch hat es auch seine Längen.
  #3  
Alt 19.12.2010, 21:28
Büchersally
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Ich poste morgen zu diesem Teil. Bislang haben mir aber die Kapitel wieder sehr gut gefallen.
  #4  
Alt 19.12.2010, 22:29
mama1209
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So, ich bin eben mit dem 3 + 4 Kapitel fertig geworden.

Die Ermittlungen gehen so langsam voran, wobei aber keine wesentlichen neuen Kenntnisse für Bernward eintreten. Der polnische "Vermittler" Moniwid ist weiter sehr mürrisch und stellt sich den Ermittlungen mit seiner Art eher in die Quere! Ich habe mich gewundert, dass der Richter und der Kanzler zu anderen Städten abberufen wurden, da steckt wohl ein Plan dahinter, dass diese nicht zusammenarbeite können.

Die Szene mit dem verwahrlosten Haus bringt der Geschichte noch mehr Spannung, Bernward ist es schon in dem Plan aufgefallen, dann erzählt im der Apotheker Löw, dass er dort Lichter gesehen hat und er entdeckt selbst eine Kerze. Und dann taucht so plötzliche eine "Zofe" - wie wird dies zusammenhängen.

Der Mordfall der polnischen Gräfin wird nun noch durch die geborgene Wasserleiche undurchsichtiger, den die Leiche weist Folterspuren auf und hat ein Siegel in der Tasche! Die Zusammenhänge werden sich in den nächstesn Kapiteln deutlicher!

Die Schilderung der politischen Verflechtungen hat mir gut gefallen, sie verdeutlicht auch nochmal, wie die Erlebnisse unter Bischof von Augsburg Peter Bernward geprägt haben und ihm noch immer Alpträume bescheren.

Auch dieser Teil war spannend zu lesen.
  #5  
Alt 20.12.2010, 08:43
Blume88
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Mir hats auch wieder ganz gut gefallen. Es mag zwar relativ wenig Handlung auf vielen Seiten sein, aber dennoch wurde es mir nicht langweilig zu lesen. Fand die ganzen Beschreibungen interessant. Was ich aber immer no ned so ganz weiß, evtl aber auch nur überlesen hab: Was hat Peter Bernward mit dem Bischof eigentlich gemacht? Kaufmann wurde er doch erst später, oder?

Ich weiß nicht, was ich von dem Dienstmädchen halten soll. Soll sie Peter evtl. wirklich nur ausspionieren, wie weit er mit seinen Ermittlungen bereits ist? Oder warum verhält sie sich so komisch?
Was es mit dem verlassenen Haus auf sich hat, darauf bin ich schon gespannt!
Ich finde es auch etwas komisch, dass gerade jetzt der Kanzler und der Richter in andere Städte gerufen werden. Aber die Ermittlungen führt ja eigentlich Peter allein. Mit etwas Hilfe von Hanns.

Da eine weiter Leiche aufgetaucht ist, wirds wohl alles noch etwas verwickelter. Bisher habe ich jedoch noch keinen Verdacht. Dafür wurde aber auch von der Handlung her selbst noch zu wenig erzählt, finde ich.

Ganz interessant fand ich, dass man am Ende des 4. Kapitels endlich erfahren hat, was Peter widerfahren ist; warum er solche Albträume hat! Hätte mich etwas unbefriedigt zurückgelassen, wenn man dazu nichts genaueres erfahren hätte!

Freu mich schon aufs Weiterlesen!!!
  #6  
Alt 20.12.2010, 11:32
Richard Dübell
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Zitat:
Zitat von Blume88 Beitrag anzeigen
Was hat Peter Bernward mit dem Bischof eigentlich gemacht? Kaufmann wurde er doch erst später, oder?

Der Bischof von Augsburg besaß einen eigenen Rechtsbereich, der sich topografisch auf den Bistumsbezirk beschränkte, rechtlich auf alle dem Bistum angehörigen Kleriker und deren Bedienstete. So gesehen war Augsburg eine "geteilte" Stadt.

Peter war in diesem rechtlichen Bereich einer der bischöflichen Ermittlungsbeamten - nach heutigem Jargon könnte man sagen: Staatsanwalt. Die Vorkommnisse während des Markgrafenkriegs führten aber dazu, dass Peter den Dienst des Bischofs (im Streit) verließ und nach Landshut übersiedelte.

Die Arbeit, die Peter für den Bischof erledigte, sowie seine Beziehung zum Bischof selbst, der für ihn bis ihrem Streit Freund und Mentor war, wird übrigens im SPIEL DES ALCHIMISTEN, dem 4. Peter-Bernward-Roman, genauer ausgeleuchtet. Der Roman spielt in Augsburg, drei Jahre nach den Ereignissen um den TUCHHÄNDLER.

LGr
Richard
  #7  
Alt 20.12.2010, 13:58
Blume88
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Dankeschön!
Jetzt wird des alles n bisschen klarer. Hab ich des bloß überlesen, oder kommt des im Buch gar nicht so deutlich raus?
  #8  
Alt 20.12.2010, 16:07
Rissa
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Ich habe die beiden Kapitel gestern Abend noch gelesen.
Wie auch die ersten Kapitel fand ich die Geschichte recht spannend, auch wenn zwischendurch einige Längen aufgekommen sind, wenn die Beschreibungen wieder mal sehr ausführlich waren.
Die Dienstmagd hat auch mein Interesse geweckt, ich bin mal gespannt, wann sie wieder auftaucht.
  #9  
Alt 21.12.2010, 08:09
Richard Dübell
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Zitat:
Zitat von Blume88 Beitrag anzeigen
Dankeschön!
Jetzt wird des alles n bisschen klarer. Hab ich des bloß überlesen, oder kommt des im Buch gar nicht so deutlich raus?
War mir ein Vergnügen!
Erklärt wird das im Buch schon, aber verteilt auf viele verschiedene Gedankensplitter und Erinnerungen Peters, da kann man schon mal leicht drüber weglesen.

LGr
Richard
  #10  
Alt 21.12.2010, 20:57
Nina2401
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Guten Abend,
nach einem ziemlich turbulenten Wochenende komme ich jetzt erst dazu, meine Eindrücke zum 2. Teil aufzuschreiben.
Ich habe mich allmählich auch an die Ich-Form gewöhnt und statt Cliffhanger gibt es dann schon mal kleine Appetithäppchen am Ende eines Kapitels (z: B. S. 125). Dadurch wird meine Neugier immer wieder aufs Neue geweckt und man ist begierig weiter zu lesen!
Irgendwie hatte ich genau wie insomniac beim Lesen das Gefühl, dass die Frau vor dem Haus die polnische Gräfin ist. Wäre ja nicht das erste mal, dass 2 Frauen ihre Rollen tauschen (ich musste dabei an Star Wars denken *g*) Auf jeden Fall denke ich, dass sie eine wichtige Rolle spielen wird … für den Fortgang der Geschichte und bestimmt auch für Peter.

Ich fand das Ende des 2. Teils eher traurig und kann jetzt viel besser verstehen, warum Peter so verschlossen und erst allmählich wieder auftaut. Ich bin auch kein Freund von politischen Wirrungen, aber so viel Platz nahm das doch gar nicht ein.

Was mich allerdings immer noch wundert, dass er so zögerlich bei den Ermittlungen ist, so viel Zeit hat er ja gar nicht mehr. Warum hat er das Haus nicht sofort inspiziert? Vielleicht kommt es mir auch nur so vor, denn durch die vielen ausführlichen Erklärungen habe ich zwar schon viele Seiten gelesen, aber in der Geschichte ist noch gar nicht so viel Zeit vergangen.

Auch ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht!!

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